Weihnachtsfeier
am 06.12.2025 im Haus des Sports
Und wieder nutzen erfreulich viele Mitglieder unserer Wanderbewegung unsere schon traditionelle Weihnachtsfeier zu einem gemütlichen Beisammensein in Verbindung mit einem Grünkohl-/Alternativessen und einem hauptverantwortlich von unserer Fruendin Doris B. gestaltetem kleinen Rahmenprogramm in Form eines "Schrottwichtelns".!
Stimmung und Essen gut - bis zum nächsten Jahr!
Nachfolgend ein paar Eindrücke von unserer Feier (Bilder/Copyright Jens Kreis)
Wanderbewegung Kiel e.V.
zum „Tag des Wanderns“ am 14.05.2025
„Kieler Stadtgeschichte vor der Haustür“
ein Rundgang zwischen Lornsenstr. und Blücherplatz
geführt von unserem Vorstandsmitglied Dr.Jens-Olaf Beismann
Trotz nicht ganz gelungener Presseinformation vorab, finden sich zu unserem kleinen Exkurs zur Kieler Stadtgeschichte 26 Interessierte (25 Mitgl. und 1 Gast) am Treffpunkt Ansgarkirche Ecke Holtenauer Str./Waitzstr. gut gelaunt und in gespannter Erwartung ein. Wir erlebten eine interessante, kenntnisreiche Führung zu einem Ausschnitt der Kieler Stadtgeschichte!
Jens-Olaf führt uns in einen Stadtteil der durch die geplanten Stadterweiterungen Ende des 19. Jh. geprägt ist. Kiel hatte 1860 < 20.000 Einwohner, 1900 ca. 100.000, 1910 200.000 – eine Verzehnfachung in 50 Jahren erfahren. Grund für das Bevölkerungswachstum war, dass Kiel ab 1865 preußische Marinestation und ab 1871 Reichskriegshafen wurde – die Marine siedelte sich in der Stadt an und der Schiffbau benötigte insbesondere wegen der Flottenaufrüstung unter Kaiser Wilhelm II. enorme Mengen an Arbeitskräften. Besondere Bedeutung hatten dabei die Erweiterungspläne der Stadbauräte Martens (1869) und Schweitzer (1883), letzterer insbesondere für den Bereich zwischen Holtenauer und Feldstraße, das „Brunswiker Feld“. Schweitzer kennzeichnete ein schachbrettartiges Straßenmuster. (Anm.: Gegen Ende seiner Amtszeit wurde Kritik an seinen schematischen Planungen laut. Der nachfolgende Stadtrat wurde mit einer Neuplanung beauftragt.)
Auf unserem Rundgang sehen wir, was wir von dieser Stadterweiterung heute noch erkennen können, was erhalten blieb und was später anders gestaltet wurde. Außerdem werden wir auch einige Eindrücke vom Wiederaufbau nach den Zerstörungen im 2. Weltkrieg gewinnen. Jens-Olaf ruft uns die zwischenzeitlich – leider! – aufgegebene Straßenbahn ins Gedächtnis. Deren ehemalige Linie 2 – von ehemals 8 Linien – auch durch das hiesige Quartier führte.
Wir stehen vor der Ansgarkirche. Diese wurde zwar wie üblich auf einer Ost-West-Achse gebaut, aber Vorderseite/Eingang und Rückseite entgegen der üblichen Bauweise. Neben der Kirche wurde vor etwa 10 J. ein reizvoll gestalteter Platz geschaffen, der zum Treffen und Rasten einlädt. Der Spaziergang führte uns dann in die Waitzstr., um nach ein paar Schritten den Blick auf ein, zunächst unauffälliges, historisches Gebäude gelenkt zu bekommen, das heute als Synagoge fungiert. Es geht weiter zur Ecke Gerhardstr.. Wir blicken auf das eindrucksvolle Finanzamts, welches 1891-93 als Marinestationsgebäude, Sitz des kommandierenden Admirals der Marinestation, errichtet wurde. Dieses Marinestations- gebäude rückte bei Kriegsende (1.Weltkrieg) in den Blickpunkt, als aufständische Marinesoldaten aus Wilhelmshaven nach Kiel verlegt wurden und diese mit der kriegsmüden Arbeiterschaft einen Arbeiter- uns Soldatenrat bildeten, der zu ersten Verhandlungen mit Admiral Souchon zusammentraf. In der Folge übernahm der SPD-Politiker Gustav Noske die Führung des Rates und das Gouverneursamt und beruhigte die revolutionäre Situation; ihr Impuls blieb wirksam und führte wenig später zur Ausrufung der Republik.
Nach dem Exkurs geht es weiter entlang der Gerhardstr. , vorbei an der ehemaligen Oberrealschule (Reventlouschule) über die Beseler Allee – ursprünglich als Grenze der Stadterweiterung gesehen – zum Adolfplatz. Der Adolfplatz wurde 1893 als „Schmuckelement“ in Schweitzers Raster angelegt. Solche Plätze waren mehrfach als Grünanlagen für Kirche und Märkte vorgesehen, ohne so realisiert worden zu sein. Was wir heute am Adolfplatz neben dem angelegten Grün vor allem sehen, sind Autos über Autos, die auch den letzten freien Platz besetzen. Sicherlich nicht nur hier wird augenfällig: Wir brauchen nicht mehr Parkplätze, sondern weniger Autos!
Wir gehen weiter in die Clausewitzstr.. Hier wurden 1936-38 Wohnungen für Offiziere gebaut, mit gerade heute reizvoll wirkender Architektur (Ziegelschmuck, Erker). Wir erkennen in dem weiteren örtlichen Raum die Handschrift des Stadtplaners H.J. Stübben, der auch ein großräumiges Konzept für die Erweiterung der Stadt von mindestens 500.000, evtl. 1 Mio. Einwohnern vorlegte. Dem Stübbenplan ist es zu verdanken, dass wir dann am Blücherplatz bis hin zur Hansastr. eine geschlossen wirkende, gründerzeitliche Bebauung finden. Unverkennbar heute am und auf dem Blücherplatz: Autos!
Jens-Olaf führt uns dann auf dem Weg zurück durch die Gneisenaustr. zu einem neu bebauten genossenschaftlichen Wohnquartier, durch welches mehr und durchaus ansehnlicher Wohnraum erschlossen wurde. Zum Abschluss stehen wir an der Einmündung des Knooper Wegs in die Holtenauer Str. und sehen Beispiele für die Lückenbebauung nach dem 2.Weltkrieg, für den neuen architektonischen Charakter, – unterschiedliche Höhen und Dachformen, davorgestellte Ladenzeilen….
Nach kurzweiligen 90 Minuten hat uns Jens-Olaf unser Stadtbild um interessante Informationen bereichert; Vielen Dank!
Arno Heitmann (unter Verwendung Vorlage J.O.Beismann)
Wanderreise Schwerin vom 17. Mai bis zum 22. Mai 2025
Offizieller Start unserer 6-tägigen Wanderreise nach Schwerin ist am 17. Mai um 8.43 Uhr vom Kieler Hauptbahnhof. Wanderführer und weitere Mitreisende kommen unterwegs dazu. Erstes „highlight“ beschert uns die Deutsche Bahn; unser Anschlusszug nach Schwerin wartet in Büchen auf uns! So erreichen wir mit Tram und Bus gegen 13.00 Uhr unser Ziel: das AWO-SANO Ferienzentrum in Schwerin – Mueß, unser Quartier für die nächsten 5 Nächte. Nach kurzer Besprechung starten wir komplett mit 19 Personen zu unserer ersten Tour zum „Angewöhnen“. Es geht an den Großen Schweriner See, hier der innere See, bis nach Neu-Zippendorf und zurück.
Nach dieser Waldrunde haben wir heute 12 km geschafft und uns das Abendessen verdient.
Am Sonntag starten wir bereits um 8.50 Uhr, Ziel: Schloss Wiligrad am äußeren Großen Schweriner See. Mit der Tram fahren wir zuerst bis Lewenberg. Bei Wind, Sonne und 16° laufen wir ein Stück am Ziegelsee, dann ein Stück an der Straße bis nach Wickendorf, am Wegesrand finden wir ein „Kunstwerk“, das uns als Motiv für ein Gruppenfoto geeignet scheint.
Hinter Seehof werden wir als Wanderer richtig gefordert, schmale Waldwege mit „Höhenmetern“ und Hindernissen in Form querliegender Baumstämme. Die einstündige Pause im schönen Schlosspark in Wiligrad ist hart erarbeitet. Wahlweise stehen hier auch Kaffee, Kuchen oder Eis zur Auswahl. Gut gestärkt wandern wir 2 km zum Bahnhof Lübstorf. Gegen 17.00 Uhr zurück in unserem Quartier verbuchen wir heute ein Wanderpensum von 15 km. Abendprogramm ist auch angesagt: 2 Skip bo-Zocker-Tische.
Am Montag starten wir nach dem Frühstück mit Bus und Tram gen Lankower See. Der Weg geht entlang des Sees und hinein in eine Kleingartenanlage und auch wieder hinaus, ein netter Kleingärtner schließt uns das Ausgangstor auf, ob extra von Hans-Peter bestellt, wir wissen es nicht. Über den alten Schweriner Friedhof geht es zur Brücke über den Ostorfer See, unser Pausenplatz. Richtig interessant wird es am Faulen See in der Schleifmühle.
Wir besichtigen das Museum und erhalten einen Vortrag nebst sehr lauter praktischer Vorführung, wie hier der Granit für die Schlösser Mecklenburg-Vorpommerns geschliffen wurde. Nach ausgiebiger Mittagspause regt Ute als Schwerin-Kennerin noch einen „Schlenker“ durch den Schlosspark an mit diversen Sichtachsen Richtung Schloss. Mit vielen neuen Eindrücken zurück im Quartier sind wir heute 17 km unterwegs gewesen.
Dienstag erleben wir die Umrundung des Pinnower Sees. An der Westseite befindet sich ein besonders schöner Wanderweg; „Premium“ sagt Kurt. In Godern pausieren wir am wunderbaren Sandstrand. Weiter geht es durch den Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide nach Pinnow zwischen Binnensee und Pinnower See hindurch. Leider ist die Kirche verschlossen, aber es ist schön durch den nördlichen, älteren Teil des Ortes zu wandern. Der weitere Weg führt uns durch ein riesiges Waldgebiet nach Süden, in der zweiten Hälfte dieses Abschnitts am 65 m hohen Krugberg vorbei.
Am Mittwoch ist die Schweriner Altstadt mit Schloss/Garten und Dom angesagt. Der Franzosenweg führt entlang des Großen Schweriner Sees, vorbei an Feuchtgebieten mit seltenen Pflanzen. Am Schloss angekommen lassen wir uns Zeit, um diesen imposanten Bau nebst großartig angelegtem Garten genießen zu können, seit 2024 aufgenommen als UNESCO-Weltkulturerbe.
Nach einer Mittagspause geht es zum Pfaffenteich, zur Schelfstadt und zur Nikolaikirche.
Nach so viel Kultur und Informationen über Schwerin, vor allen Dingen auch Dank Utes Kenntnissen über Ihre Heimatstadt, kehren wir an unserem heutigen letzten Abend im Altstadt Brauhaus ein. Ein sehr schöner langer Tag geht nach 15 km zu Ende, und für einige noch weiter mit einer Spielerunde zurück in der Unterkunft.
Donnerstag: Abreisetag, aber nach dem Frühstück und einem kleinen Dankeschön an Ute und Hans-Peter für ihren tollen Einsatz ist noch die 6 km lange Museumsrunde angesetzt, heute bei doch etwas kühlerem Wetter und Wind.
Abschluss ist im Museumsdorf Mueß, unserem Quartier direkt gegenüber.
Dort sind wir heute einmal zum Mittagessen angemeldet; wir genießen den Spargel und Hans-Peter bedankt sich in unser aller Namen bei dem freundlichen Personal der Herberge. Ab 13.00 Uhr ist Heimreise angesagt. Abends zu Hause müssen wir zwar selbst für das Abendessen sorgen, blicken aber zurück auf schöne Tage in Schwerin in netter Gemeinschaft und insgesamt ca. 85 km, die wir zusammen in toller Gemeinschaft gewandert sind.
Text von Karina Schlorff
Unsere Ammerland-Radreise
vom 04.05. – 11.05.2025
Die diesjährige Radreise unseres Vereins führte uns ins Ammerland. Schon mal gehört? – Vielleicht! Schon mal dagewesen? – Eher nicht! Also – auf Empfehlung von Jens und Kerstin aus unserer Radwandergruppe, denen dann auch die Reiseführung oblag, trafen wir uns in gespannter Erwartung im Standorthotel in Bad Zwischenahn zum Start.
Jens und Kerstin hatten in der Vorbereitung der Reise keine Mühe in der Planung gescheut und für jeden Tag ein Programm ausgearbeitet. Mit der Auswahl der Radtouren – u.a. eine Auenroute, eine Rhododendronroute, eine Mühlenroute vermittelten sie uns einen umfassenden Eindruck von Landschaft und Orten des Ammerlandes. Und das Ammerland hat einiges Typisches zu bieten.
Auf einem Geestrücken liegend fällt der Blick auf die eher kleinflächig bearbeiteten landwirtschaftlichen Flächen, die vielfach – knickähnlich – durch Baum- und Sträucherbewuchs abgegrenzt sind. Wiederkehrend fallen einem hoch gewachsene Bäume auf; mutmaßlich ein Hinweis auf Licht und nährstoffreichen Boden. Aber das Typische am Landschaftsbild sind die überall zu finden Rhododendron-Sträucher; zu dieser Jahreszeit in voller Blüte und zusammen mit majestätisch gewachsenen Bäumen in zwei Landschaftsparks zu bestaunen. Immer wieder fahren wir auf unseren Routen durch Straßen- und Feldalleen wie sie in dieser Fülle nur noch selten anzutreffen sind. Ebenso wie die vielen Baumschulen im Ammerland, die mit ihren großflächigen Anpflanzungen von Bäumen und Gewächsen (Koniferen u.a.) offenbar das In- und Ausland versorgen wollen. Und die Leute hier? – das Grüßen mit „Moin“ auf unseren Touren selbstverständlich, diesbezüglich also wie Zuhause!
Unsere Gruppe bestand aus 11 Teilnehmer, einer für Radwandergruppen idealen Anzahl. Alle mit E-Bike ausgestattet, stand dem gemütlichen Cruisen durch Orte und Landschaft nichts im Wege. Unsere Reiseführer hatten sich nicht nur Radtouren überlegt, sondern auch Abwechselungen hierzu; eine Gruppen-Draisinentour und ein Besuch der Stadt Oldenburg, mit Spaziergang durch die dortigen Gärten und Zeit zur individuellen Verfügung.
Das Ammerland - auf jeden Fall eine Reise wert!
(Arno Heitmann)
Betriebsführung Klärwerk Bülk am 17.01.2025
Reinigung der Abwässer Kiels und Umgebung -
–eine Führung mit interessanten Info’s
Auf Initiative unseres Wanderführers Ingo Sohn und von ihm organisiert kamen am 17.01.2025 20 Wanderfreunde zu einer Betriebsführung ins Klärwerk Bülk; nicht ohne vorher vom Treffpunkt Strande zum Klärwerk gewandert zu sein.
Nach der Begrüßung erhielten wir in der Steuerungszentrale, veranschaulicht an den Übersichts- und Funktionstafeln grundlegende Informationen zum Aufbau und Prozess der Anlage zur Abwasserreinigung; verständlich und kurzweilig vermittelt von einer betrieblichen Fachkraft. Nach dieser Einführung ging es dann bei nicht gerade einladender, kühlnasser Witterung hinaus zu den einzelnen Anlagen des Klärwerk-Komplexes. Der Rundgang führte uns zu den verschiedenen Stationen und Prozessen der Abwasserreinigung; von der mechanischen und biologischen Reinigung bis zur Filtration und Einleitung in die Ostsee.
Ins Klärwerk Bülk werden die Abwässer von Kiel und z.Zt. 20 Umlandgemeinden über ein Zuleitungsnetz geleitet, hier in die Rechenreinigungsbecken geführt, in den Sandfang, dann weiter geklärt, belebt, nachgeklärt und tuchgefiltert. Die bei diesem Prozess anfallenden Schlämme (Klärschlamm, Filtratsschlamm u.a.) werden den weithin sichtbaren Faulbehältern zugeführt. Das in den Behältern entstehende Faulgas (Methan) wird dann im Blockheizkraftwerk zur Strom- und Wärmegewinnung genutzt; zum Eigenverbrauch zur Einspeisung ins Netz. Der über die – seit 1972 – kontinuierlich optimierte Reinigungsprozess führte dazu, dass das heute in die Ostsee eingeleitete (Ab-)Wasser sauberer ist als das der Ostsee.
Noch Fragen?! Danke an Ingo für die Idee und die Organisation!
Arno Heitmann
Wanderpausen am Russee und am Park Gut Bossee
Eindrücke von unseren Wanderungen
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